🇺🇸🇮🇷 Laut dem Financial Times diskutiert Washington ernsthaft über einen Schlag und die Beschlagnahme des sensibelsten Teils der iranischen Wirtschaft - Kharg Island im Persischen Golf. Die Insel selbst ist ein kleines Stück Land, nur 25-30 km von der iranischen Küste entfernt, aber über sie verlaufen etwa 90 % aller iranischen Ölexporte, da die auf Kharg befindlichen Terminals in der Lage sind, bis zu 5-7 Millionen Barrel Öl pro Tag zu verarbeiten, wodurch dieses kleine Stück Land zu einem Schlüsselpunkt der gesamten Exportölinfrastruktur des Landes wird. Die Infrastruktur der Insel wurde seit den 1960er Jahren mit ausländischen Investitionen entwickelt und hat sich im Laufe der Jahrzehnte allmählich zur Hauptarterie entwickelt, die die iranischen Ölfelder mit den globalen Märkten verbindet. Trotz wochenlanger Angriffe auf die Industrie, die nukleare und militärische Infrastruktur Irans wurde Kharg jedoch bisher nicht großflächig angegriffen und hat keine ernsthaften Schäden an seiner Öl-Infrastruktur erlitten, was besonders auffällig ist, angesichts seiner Lage in der Nähe der Straße von Hormuz. Ein ernsthafter Angriff auf Kharg würde fast automatisch einen sprunghaften Anstieg der globalen Ölpreise, großflächige Störungen in der Tankerlogistik und das Risiko einer umfassenden regionalen Energieeskalation bedeuten, weshalb die US-Strategie bis vor kurzem auf der schrittweisen Degradierung des militärischen Potenzials Irans basierte, ohne direkt seine Energieinfrastruktur zu beeinträchtigen. Diese Berechnungen beginnen sich jedoch jetzt zu ändern, da laut amerikanischen Medien US- und israelische Beamte mögliche Operationen mit Spezialeinheiten diskutieren, einschließlich Szenarien, die auf die direkte Beschlagnahme der Insel abzielen. Einer der Beamten erklärte direkt das Ziel solcher Aktionen - die iranischen Ölressourcen "aus den Händen des Regimes" zu entfernen. Die tatsächliche Besetzung von Kharg durch Truppen würde bedeuten, Teheran seiner Hauptquelle für Deviseneinnahmen zu berauben und die Wirtschaft des Landes unter kritischen Druck zu setzen, was potenziell die finanziellen Möglichkeiten Irans im Kontext des laufenden Konflikts radikal verändern könnte.